Der InjektorWissenswertes über Injektorenvon M. RatzVerwendungszweck:Injektoren (Wasserstrahlpumpen) können dort verwendet werden, wo unter Druck stehende Flüssigkeiten als Treibmedium vorhanden sind. Sie werden eingesetzt zum Fördern und mischen von chemischenAbwässern, zum Beigeben von Säuren, Laugen und Gasen bei der Wasseraufbereitung usw. Sie sindselbstansaugend und besitzen keine mechanisch bewegten Teile. Injektoren gibt es in verschiedenenWerkstoffen, und können dadurch in verschiedenen Anwendungen und Medien eingesetzt werden.Funktion:Das Grundprinzip der Injektoren besteht darin, dass die Treibflüssigkeit aus einer Düse austritt, in einen Konus wo sich der Strahl entspannt,und durch die Ansaugleitung das flüssige bzw. gasförmige Medium mitgerissen wird. DasErgebnis dieses Vorganges ist ein Gemisch aus dem treibenden und dem angesaugtenMedium. In der Seewasseraquaristik ergibt sich daraus ein feinperliges Gemisch aus Luft undWasser. Die Treibmenge ist eine Funktion von Treibdruck (durch eine Pumpe) undDüsenbohrung. Zur Verdeutlichung des Verhältnisses ist hier ein Beispieldiagramm dargestellt. Die angegebenen Leistungen im Diagramm sind nur Richtlinien und ändern sich je nachBetriebsbedingungen und der Rohrquerschnitte.Einsatz im Salzwasser:Injektoren die in der Meerwasseraquaristik eingesetzt werden, unterliegen einer besonderen Beanspruchung. Durch die Zusammensetzungder Salze bei der Meerwasseraquaristik kommt es zu Ablagerungen in den Injektoren durch Luftverwirbelungen die beim Einsaugen der Luftentstehen. Dadurch bilden sich Kristalle am Austritt der Düse und verstopfen durch weiteren Aufbau von Kristallen die Luftzufuhr. Da diemeisten Aquarien noch mit einem Kalkreaktor betrieben werden, verstärkt sich dieser Effekt nochmals. Hierbei setzen sich Kalkablagerungenan der Wasserautrittsdüse fest. Da der Kalk durch CO2 gebunden ist, ist dieser in Lösung. Durch die Injektion von Luft gast das CO2 aus, undder Kalk bekommt seinen Ursprung zurück und lagert sich an der Wandung des Injektors ab. Natürlich ist vom Aufbau der Injektoren starkabhängig wie schnell sich Ablagerungen bilden können. Bei der einfachsten Bauweise mit Fittings "T-Stück < Reduktion zur Düse verjüngen >in Rohr ohne Auslaufkonus" entstehen starke Verwirbelungen, die bei Salzwasser schnell zu Fehlfunktionen führen. Deshalb ist es wichtiggerade bei der Meerwasseraquaristik ausgereifte und erprobte Injektoren zu verwenden.Tipps & Tricks